Fit für das Web 2.0 - AWO und die Stiftung Digitale Chancen qualifizieren Pflege- und Seniorenberater

v.l.n.r. Stefan Alexander Hoffmann (Referent des Projektes OPuS), Jutta Croll (Geschäftsführerin Stiftung Digitale Chancen), Torsten Dendler (Geschäftsfeldleiter AWO Braunschweig)
v.l.n.r. Stefan Alexander Hoffmann (Referent des Projektes OPuS), Jutta Croll (Geschäftsführerin Stiftung Digitale Chancen), Torsten Dendler (Geschäftsfeldleiter AWO Braunschweig)

Berlin/Braunschweig, 23. Juni 2010 - 10 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des AWO-Bezirksverbandes Braunschweig haben im Rahmen der Initiative Internet erfahren des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie an einem Training teilgenommen, um sich für den kompetenten Umgang mit dem Internet und Web 2.0 zu schulen. Durch die Kooperation mit dem AWO Bundesverband ist das Training ‚Inklusive Internet‘ der Stiftung Digitale Chancen fester Bestandteil der AWO-Qualifizierung zur/zum (Online-)Pflege- und Seniorenberater/in (OPuS).

"Das Internet spielt eine immer größere Rolle in der sozialen Arbeit", sagt Jutta Croll, Geschäftsführerin der Stiftung Digitale Chancen, und nennt damit einen wesentlichen Grund für die neue Trainingskampagne. Aufgabe des Trainings ist es, die Teilnehmenden mit den Angeboten des Web 2.0 vertraut zu machen und ihnen zu zeigen, wie sie ihre Klienten an die Nutzung heranführen und ihnen die Voraussetzungen für ein sicheres Surfen vermitteln. Für das Training wurden durch die Stiftung Digitale Chancen ein modulares Curriculum und zielgruppenorientierte Schulungsmaterialien mit praktischen Anleitungen und hilfreichen Tipps entwickelt.

Stefan Hoffmann, Referent im Projekt OPuS, erklärt, warum es für die Mitarbeitenden der AWO wichtig ist, sich in diesem Bereich weiterzubilden: "Führungs- und Pflegefachkräfte der AWO werden im Alltag der Altenhilfe zunehmend mit Fragen konfrontiert, die über ihren bisherigen Arbeitsbereich hinausgehen. Im Rahmen des vom ESF geförderten Projektes werden sie zur/zum (Online-) Pflege- und Seniorenberaterin und -berater qualifiziert. Die Teilnehmenden sollen vor Ort eine hochwertige, qualitätsgesicherte und klientenzentrierte Pflege- und Seniorenberatung durchführen. Eine gefestigte Internetkompetenz ist dafür dringend notwendig."

Torsten Dendler vom AWO Bezirksverband Braunschweig ergänzt: "Für unsere Mitarbeitenden ist es notwendig, sich in ihrem Arbeitsbereich zu vernetzen, sich über die ständig wechselnden Angebote im Leistungsanspruchs- und Dienstleistungsbereich für Senioren zu informieren und für Ratsuchende als Vermittler zur Verfügung stehen."

Die bundesweite Trainingskampagne Inklusive Internet läuft noch bis November 2011. In Zusammenarbeit mit den Verbänden der Freien Wohlfahrtspflege sowie Trägern informeller Bildungseinrichtungen werden durch die Stiftung Digitale Chancen mehr als 1.200 Multiplikatorinnen und Multiplikatoren geschult. Mit der Kampagne soll erreicht werden, dass die Nutzung des Internet stärker als bisher gerade in der sozialen Arbeit verankert wird. Damit einher geht die Förderung und Weiterentwicklung der Fähigkeiten zur qualifizierten und sicheren Nutzung des Internet in allen Bevölkerungsgruppen - insbesondere aber in denjenigen, die bisher von den Möglichkeiten des Web 2.0 wenig oder keinen Gebrauch machen.

Einrichtungen der sozialen Arbeit und der informellen Bildungsarbeit, die mit Zielgruppen wie Menschen mit Migrationshintergrund, Menschen mit Behinderung, Seniorinnen und Senioren, Menschen in ländlichen Regionen sowie bildungsfernen und sozial benachteiligten Erwachsenen und Jugendlichen arbeiten, sind herzlich eingeladen, sich für ein Training anzumelden. Mehr Informationen zur Initiative Internet erfahren und zur Trainingskampagne Inklusive Internet finden Sie unter www.internet-erfahren.de sowie www.inklusive-internet.de.

Fotos von der Veranstaltung in Braunschweig stehen zum Download zur Verfügung unter www.digitale-chancen.de/content/presse/downloads.cfm/art.1.


Über die Initiative Internet erfahren
Rund zwei Drittel der in Deutschland Lebenden nutzen das Internet derzeit zu privaten oder beruflichen Zwecken - Tendenz weiterhin steigend. Allerdings gilt das nicht für Alle: Vor allem ältere Menschen, Menschen mit geringem Haushaltseinkommen und einfacher Bildung sowie Menschen mit Behinderung nutzen digitale Medien deutlich weniger. Die Gründe dafür sind vielfältig. Einig sind sich Experten allerdings darin, dass das Internet dann genutzt wird, wenn es die eigenen Interessen trifft und alltagstauglich ist. Wichtig für den persönlichen Einstieg ins Internet ist auch die Hilfe von Menschen aus dem eigenen Umfeld. Eine aktuelle TNS Infratest-Umfrage im Auftrag des BMWi bestätigt dies. Internet erfahren greift diese Aspekte in ihrem methodischen Ansatz auf. Die Initiative hat eine Laufzeit von drei Jahren (2008-2011). Durchführende Partner und Partnerinnen sind die BAGSO - Lobby der Älteren, das Kompetenzzentrum - Technik - Diversity - Chancengleichheit e.V. und die Stiftung Digitale Chancen.

Über die Stiftung Digitale Chancen
Seit dem Jahr 2002 arbeitet die Stiftung Digitale Chancen gemeinsam mit Partnerinstitutionen und organisationen an der Überwindung der Digitalen Spaltung. Ziel der Stiftung Digitale Chancen ist es, Menschen für die Möglichkeiten des Internet zu interessieren und sie bei der Nutzung zu unterstützen. Die Stiftung Digitale Chancen wurde im Januar 2002 von AOL Deutschland und der Universität Bremen mit Sitz in Berlin gegründet. Sie steht unter der Schirmherrschaft des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie sowie des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend.

Über die AWO/Über OPuS
OPuS - das steht für "(Online-) Pflege- und Seniorenberatung" - ist ein Programm zur Schulung von Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen in der Altenpflege und Seniorenberatung der AWO. Die Qualifikation soll sicherstellen, dass die Pflegefachkräfte der Einrichtungen ihre Klienten versiert und kompetent beraten. Das System der Unterstützungsleistungen für Senioren und auch für Pflegebedürftige ist mittlerweile für den Laien so umfangreich und vielfach auch unüberschaubar geworden, dass der Ratsuchende sich ohne eine Beratung in diesem System nur sehr schwer zurechtfinden kann. Über das Projekt OPuS versucht die einzelnen AWO-Gliederungen ein Beraternetzwerk aufzubauen, über das dem Ratsuchenden Lotsen' durch das System geboten werden, mit dessen Hilfe er die für ihn passenden Angebote finden und in Anspruch nehmen kann. Die Teilnehmerinnen werden dazu in drei inhaltlichen Modulen geschult: 1. Grundlagen der Erwachsenberatung., 2. Inhalte der Seniorenberatung und. Anwenderschulung auf der E-Learning-Plattform ILIAS inklusive Internetkompetenz. Die Schulung findet bundesweit dezentral im BlendedLearning-Verfahren statt, d.h. abwechselnd in Präsenz- und E-Learningphasen. Die Qualifizierung endet mit einem AWO- Zertifikat zum (Online-) Pflege- und Seniorenberater. AWO-OPuS wird gefördert vom Europäischen Sozialfonds (ESF) im Rahmen des Projekts "Rückenwind - für die Beschäftigten in der Sozialwirtschaft" von der Europäischen Union (EU) und vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales.

Kontakt für Presseanfragen
Stiftung Digitale Chancen
Susanne Bernsmann
Fasanenstraße 3
10623 Berlin
Tel.: 030/437277-40
Fax: 030/437277-39
E-Mail: sbernsmann@digitale-chancen.de
Internet: www.digitale-chancen.de

Kontakt für Presseanfragen zur AWO/OPuS
AWO Arbeiterwohlfahrt Bundesverband e.V.
Olaf Christen - Projektleiter
Blücherstraße 62/63
10961 Berlin
Tel.: 030/26309-164
Fax: 030/26309-32164
E-Mail: olaf.christen@awo.org
Internet: www.awo-opus.de



Mehr erfahren Sie unter: http://www.inklusive-internet.de

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